Polarität (2026, Ausstellungsansicht) > Details

Tell me your story (2025, Ausstellungsansicht)

2023 sammelte ich bei meiner Familie und mir freundschaftlich verbundenen Menschen alte, unbrauchbar gewordene Kleider. Ich entfernte den Stoff von den Alttextilien; zurück blieben nur ihre zusammenhängenden Nähte. Durch Behandlung mit Textilhärter entstanden daraus einheitlich dunkelgrau gefärbte – und nicht mehr auf den ersten Blick als ehemalige Kleidungsstücke erkennbare – dreidimensionale Objekte. Ca. 50 dieser einzelnen Objekte hatte ich damals untereinander zur begehbaren Installation Meet my life verbunden.
Etwa ein Drittel dieser zu Objekten transformierten ehemaligen Kleidungsstücke bekommen nun mit der Installation Tell me your story bereits ihr drittes Leben! Kleider sind wie eine zweite Haut, alle haben ihre eigene Geschichte, sind mit «Lebensspuren» gezeichnet. So wurden mir auch einige dieser Kleiderspenden mit persönlichen, manchmal sehr berührenden Geschichten übergeben. Setzen sie sich auf das Bänklein unter der Installation und «lauschen» Sie den Erinnerungen und Geschichten, welche in die Installation verwoben sind.
Transitions (2023, Ausstellungsansicht) > Details

Meet my life (2023, Ausstellungsansicht) > Details

Himmel, Erde, Wind und Wasser (2023, Atelieransicht)

Luft (2023, Atelieransicht)

Whispering (Projektidee 2023, nicht realisiert)

Durch die Wahl der Pflanzen und die Gartengestaltung wirkt der Park wie ein mystischer, fernöstlicher Garten. Welch Harmonie die vermoosten Bäume, die Seerosenteiche und lauschigen Ecken ausstrahlen! Der kalte Novembertag unterstreicht diese mystische, märchenhafte Stimmung des Parks, der sich zur Winterruhe bereit macht. Kein Märchen indes sind neuere und spannende Erkenntnisse der Pflanzenkommunikation: Wenn Gefahr droht oder Nahrung fehlt, können Pflanzen nicht einfach weglaufen, aber sie können Strategien zum eigenen Schutz entwickeln.
Forscher kennen bei 900 Pflanzenfamilien rund 2000 Duftstoffvokabeln. Diese Duftwolken sind eine Reaktion der Pflanze auf Krankheiten, Schädlingsbefall, Trockenstress oder auch Temperaturveränderungen durch den Klimawandel (z. B. eingewanderte Schädlinge, Hitzestress). Die abgesonderten Geruchsstoffe können dazu dienen, sich vor der Attacke gefrässiger Insekten zu schützen, indem sie damit Feinde ihrer Feinde zu Hilfe rufen. Mit einem Lufthauch erreicht dieses «Geflüster» auch Artgenossen, die so vor der drohenden Gefahr gewarnt und vorbereitet werden.
Die bei einer Bedrohung abgesonderten Duftstoffe – die schlechten Botschaften – erinnerten mich an einen japanischen Brauch: In schintoistischen Schreinen und buddhistischen Tempeln ist der Erwerb von Omikuji-Glückslosen sehr beliebt. Sie sind kleine Orakel, die einen vagen Blick in die Zukunft zeigen. Die glückbringenen Omikuji nimmt man nach Hause mit, die pechbringenden werden noch auf dem Gelände des Schreins oder Tempels an einem hierfür bestimmten Platz zurückgelassen. Oft ist dies ein Baum, an dessen Äste die Zettel angeheftet werden. Die mit hunderten oder tausenden Omikuji geschmückten Bäume sind ein Anblick, den man so nur in Japan sehen kann.
Geplant war, diese Pflanzenkommunikation symbolisch-abstrakt mit chinesischer Tusche auf verschieden grosse Stücke von weissem M-Vlies zu malen und diese «pechbringenden Omikuji» an einer Gruppe von Rhododendrenbäumen zu befestigen.
Material: M-Vlies, Tusche, Textilverstärker, Draht, Silch, Faden.
Zwei Seiten (Atelieransicht, 2022)

Aus Schlamm geboren (2022, Detail aus Atelieransicht)

Schneewittchen (2021, Readymade 18 x 9,5 x 7 cm)

